Tesla in Kulmbach?

Disruption von strukturschwachen Regionen durch Ansiedlung von Großorganisationen


Mein Kollege Martin Kohutek der IHK Ostbrandenburg steht gerade mitten in der Disruption durch die Ansiedlung von Tesla in der Grünheide.


Er hat sich mit dem Wirtschaftsförderer Mike der Region Reno, Nevada (USA) unterhalten die dasselbe bereits vor ein paar Jahren durchgemacht haben - mit der Gigafactory 1.

Der Mitschnitt unten ist ein toller Einblick in die Ups & Downs solcher Großprojekte. Und auch ein Wink, was in Oberfranken schon am brodeln ist - mit der Ansiedlung der Uni Bayreuth in Kulmbach ist ähnliches bereits zu beobachten. Anschauen!



Was deutlich wird - auch Reno durfte die Erfahrung machen:

Mit der Opportunity kommt auch die Challenge.


Mike nennt deutlich die unzureichende Beachtung des Wohnungsmarkt und der strapazierten Infrastruktur als zentrale Kernfragen die NICHT von der ansiedelnden Organisation gelöst werden und von der Region zu wenig betrachtet wurden.


Damit einher geht für mich eine endgültige Verabschiedung des neo-liberalen Gedankens vom 'Markt der Alles regelt'.


Will sagen: Ich freue mich sehr für unsere Region Kulmbach, dass wir nun ein Universitätsstandort sind und damit in der Attraktivität steigen werden. Doch sind damit längst nicht die Problemstellungen wie überhitzer Wohnungsmarkt, kaum sozialer Wohnungsbau und fehlende Alternativen zum PKW bearbeitet.


Ein fränkisches 'Bassd' scho' bringt uns hier nicht weiter.

Ein fränkisches 'Lassd' a'mol mid'einander red'n' dagegen schon.

33 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen