Frei-Tags Beute #3 - Pause

Die etwas Andere Beute - Dreifach - Für Sie selbst.

3x Beute in Form von geschriebener, gesprochener und visueller Nahrung - um Ihre Woche ausklingen zu lassen, Kraft zu tanken und mit einem Augenzwinkern zurückzukehren.


Diese Woche: Pause machen


Passend zum Stichwort, komme ich ganz schön Zeitversetzt mal wieder aus der Blog-Versenkung heraus. Auch ich hab' die ein oder andere Pause hinter mir und durfte dabei ins schöne Frankenland zurückkehren. Sie finden mich ab sofort in neuen Räumen hier in der Heimlichen Hauptstadt des Bieres Kulmbach.

Für Projekte & co bin ich natürlich auch weiterhin in der DACH-Region für Sie unterwegs.

Geschriebene Beute:


Zur Pause gezwungen sein - Die brand eins betrachtet 3 Influencerinnen im Artikel die nach Anerkennung im Social Media Job ackerten bis zum Zusammenbruch. Gerade im Hinblick auf die Parallelwelten Instagram, Twitter & co finden sich feine Nuancen - wie auch der letztliche Eindruck, dass der eine Zusammenbruch nur den Drang nach Anerkennung verschoben hat. Und sich das Rad weiter dreht.


Gemeinsam Pause machen - Der werte Adam Grant hat einen wunderbaren Artikel in der NY Times zur kollektiven Erschöpfung verfasst. Wir lernen was die Amygdala des Gehirns mit uns in der Pandemie tut, wie das Sich-Zuschreiben - oder besser - Erlauben von Ermattung hilft und gänzliche "Me-Time" ein Segen sein dürfen.


Holzmachen in der Pause - Was hat die Axt und Holz mit Pause zu tun? Ich lasse mal hier den Gestalttherapeuten Jorge Bucay aus seinem Buch 'Komm ich erzähl dir eine Geschichte' zu Wort kommen:

"Es war einmal ein Holzfäller, der bei einer Holzgesellschaft um Arbeit vorsprach. Das Gehalt war in Ordnung, die Arbeitsbedingungen verlockend, also wollte der Holzfäller einen guten Eindruck hinterlassen. Am ersten Tag meldete er sich beim Vorarbeiter, der ihm eine Axt gab und ihm einen bestimmten Bereich im Wald zuwies. Begeistert machte sich der Holzfäller an die Arbeit. An einem einzigen Tag fällte er achtzehn Bäume. »Herzlichen Glückwunsch«, sagte der Vorarbeiter. »Weiter so.« Angestachelt von den Worten des Vorarbeiters, beschloss der Holzfäller, am nächsten Tag das Ergebnis seiner Arbeit noch zu übertreffen. Also legte er sich in dieser Nacht früh ins Bett.
Am nächsten Morgen stand er vor allen anderen auf und ging in den Wald. Trotz aller Anstrengung gelang es ihm aber nicht, mehr als fünfzehn Bäume zu fällen. »Ich muss müde sein«, dachte er. Und beschloss, an diesem Tag gleich nach Sonnenuntergang schlafen zu gehen. Im Morgengrauen erwachte er mit dem festen Entschluss, heute seine Marke von achtzehn Bäumen zu übertreffen. Er schaffte noch nicht einmal die Hälfte.
Am nächsten Tag waren es nur sieben Bäume, und am übernächsten fünf, seinen letzten Tag verbrachte er fast vollständig damit, einen zweiten Baum zu fällen. In Sorge darüber, was wohl der Vorarbeiter dazu sagen würde, trat der Holzfäller vor ihn hin, erzählte, was passiert war, und schwor Stein und Bein, dass er geschuftet hatte bis zum Umfallen.
Der Vorarbeiter fragte ihn: »Wann hast du denn deine Axt das letzte Mal geschärft?« »Die Axt schärfen? Dazu hatte ich keine Zeit, ich war zu sehr damit beschäftigt, Bäume zu fällen.«"


Gesprochene Beute:


Die Kunst des Luftholens - Die Kollegen von Methatheorie der Veränderung haben einen wunderbaren Podcast zur Pause gemacht. Was das alles mit Selbstmitgefühl und sich selbst aushalten zu tun hat, erfahren Sie auf den Ohren.


Mit Pause Risiken minimieren - Die Photographin Erika Dürr hatte die Möglichkeit den Thomas der Huber-Buam zu interviewen. Wie Pausenlosigkeit im Bergsport zu schnellem Tod führen kann. Und das auch mal Gut ist - mit dem Sich-Selbst-Pushen und Sich-Vergleichen. Und das dies Leben retten kann.


Historie der Pause - Die Pause als kollektives Alltagswissen. Vom 'Gewohnheitsrecht der Pause' hin zur 'geregelten Pause'. Der Bayerische Rundfunk hat ein herzliches Stück über die Historie der Pause in Gesellschaft und Organisationen gemacht: Wie sich das Verständnis von Pause über die Jahrhunderte verändert hat, wie man um Pause-Orte, wie Kantinen, kämpfte und die Pause von Arbeit gekapert werden kann.


Gesehene Beute:


Zeit und die Pause - Der YouTuber Nerdwriter1 über die Wahrnehmung von Zeit, Zeit in der Pandemie und wie der russische Regisseur Tarkovsky sich mit Zeit beschäftigt hat. Für Manche bis hin zur quälenden Langsamkeit. Wie kann ein Fokus auf eine Kerze zur Pause beihelfen? Schauen Sie selbst, vielleicht spricht's Sie an:


Exzessiv und ohne Pause - Eine spannende Dokumentation über den Prince of Darkness, Ozzy Osbourne. Getriebenheit, Verdrängung, Sucht und dabei doch eine der prägendsten Figuren der Musikgeschichte. Wie Pausenlosigkeit zerstören kann. Sehenswert.


Visuell Pause - Zuletzt findet sich: Nichts. Wenn Sie bis hier her gelesen haben, Danke. Und nun machen Sie's doch gern wie ich: Handy weg, Bildschirm aus. Einfach nur da Sein.

Pause.



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